Sitzsack Füllung / Füllmaterial?

Sitzsäcke bieten Dir einen extrem hohen Komfort dank ihren anschmiegsamen Charakter und der zugleich sanften Nachgiebigkeit. Diese Eigenschaften sind vor allem auf die speziellen Sitzsackfüllungen zurückzuführen. Diese sind nämlich besonders anpassungsfähig und passen sich somit perfekt jederzeit an deine Körperform an.

Potentiell gibt es die unterschiedlichsten Füllungen für Sitzsäcke. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen solchen aus industrieller und naturbasierter Herstellung. Je nach Füllmaterial ergeben sich für Deinen Sitzsack und vor allem Deinem Sitzkomfort diverse Vor- sowie Nachteile. Nachfolgend wollen wir Dir darum eine kleine Übersicht über mögliche Füllmaterialien für Deinen Sitzsack sowie diverse Tipps und Tricks geben.

 

Sitzsack Füllung / Füllmaterial – Welche gibt es?

Das gängigste Füllmaterial von Sitzsäcken sind sogenannte EPS-Kugeln. Diese bestehen aus Polystyrol, einem Kunststoff, und sind damit ein rein chemisches Industrieprodukt. Abgesehen von ihren industriellen Hintergrund überzeugen EPS-Kügelchen vor allem durch ihr geringes Eigengewicht und ihre Fähigkeit sich perfekt an Körperformen anzupassen. Dabei werden die kleinen Kügelchen bei Belastung leicht zusammengedrückt, nehmen aber ihre ursprüngliche Form später wieder an. Sie sind damit ideal zum Befüllen von Sitzsäcken geeignet. Außerdem speichern EPS-Kügelchen vorteilhafterweise die eigene Körperwärme und erzeugen so einen angenehm kuscheligen Faktor. Mit der Zeit neigen sie jedoch auch dazu sich abzunutzen, sodass ein regelmäßiges Nachfüllen deines Sitzsackes alle zwei bis drei Jahre von Nöten wird.

Weitere geläufige chemische Industrieprodukte, die Anwendung für die Füllung von Sitzsäcken finden, sind unter anderem Polyurethan, Flocken aus Schaumstoff, Kunststoffgranulate oder Stoffreste. Letztere können natürlich auch rein naturbasiert (z.B. Baumwolle, Schafswolle) sein und sind somit besonders gut geeignet für umweltbewusste Personen. Nachteilhaft an Stoffresten als Füllung für den Sitzsack ist jedoch, dass sie sehr schwer sind und sich zudem auch nicht der Körperform anpassen. Stoffreste bieten Dir also ein eher hartes Sitzvergnügen, sind schlecht formbar und schwer zu transportieren. Dafür sind sie aber natürlich umweltfreundlich, da es sich um ein reines Abfallprodukt handelt.

Kunststoffgranulat ist im Vergleich zu EPS-Kügelchen ebenfalls schwerer, wenn auch im Vergleich zu Stoffresten natürlich weitaus leichter. Es verändert zudem bei Belastung seine Form nicht und ist deswegen steifer in der Anwendung. Für Personen, die einen höheren Härtegrad beim Sitzen und Liegen bevorzugen sind sie somit ideal geeignet. Ebenfalls überzeugt das Granulat mit einer langen Haltbarkeit, denn die Kügelchen nutzen sich weniger ab als zum Beispiel EPS-Kügelchen.

Schaumstoffe sind ein günstiges Material für Sitzsackfüllungen, geben aber wenig Halt. Die Flocken werden bei Belastung nämlich einfach zusammengedrückt und bieten deswegen keinen hohen Komfort. Auf ihnen sitzt du schnell eingesunken. Die unserer Meinung nach beste Alternative zu EPS-Kügelchen ist Polyurethan. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der mittels Wasser und Luft aufgeschäumt wurde. Polyurethan hält die Körperwärme, gibt dem Körper nach und bietet  Dir ein nur geringfügig schlechteres Sitzvergnügen als EPS. Beide Materialien lassen sich auch gut vermischen.

Für Personen, die lieber auf natürliche Produkte zurückgreifen wollen, empfehlen wir hingegen eine Sitzsackfüllung aus Dinkel, Buchweizen oder vergleichbaren Getreidesorten. Teils werden in diesen Zusammenhang statt dem gesamten Samen auch sogenannte Spelzen verwendet. Spelzen sind ein Teil des äußeren Samens von Getreidesorten wie Weizen, Dinkel und Buchweizen. Bei ihnen handelt es sich um ein reines Abfallprodukt und sie sind damit ideal für Dich und Deinen umweltbewussten Sitzsack geeignet.

Die sogenannten Naturprodukte besitzen jedoch abgesehen von dem positiven ökologischen Faktor viele Nachteile. So vertragen sie zum Beispiel keine Feuchtigkeit. Bei Benässung droht nämlich die Entstehung von Schimmel. Ein wasserabweisender Bezug ist hier folglich unabdingbar und ein Einsatz im Outdoor-Bereich zugleich unmöglich. Auch neigen die Naturmaterialien vermehrt zum Stauben. Speziell entstaubtes Füllmaterial kann das Auftreten von Staub jedoch vermindern, wenn auch nicht völlig verhindern.

Ferner solltest Du auf den Kauf eines reinen Bioproduktes achten, denn ansonsten könnten Düngerrückstände und Pestizide im Füllmaterial enthalten sein. Auch besitzen Sitzsäcke mit einer Füllung aus Dinkel, Buchweizen etc. ein sehr hohes Eigengewicht und sind zudem im Vergleich teurer. Die Nachteile sind für die Naturprodukte also vergleichsweise groß. Wer sein schlechtes Gewissen trotzdem ein wenig entlasten und wegen dieser zahlreichen Nachteile doch lieber nicht auf ein Naturprodukt zurückgreifen will, dem empfehlen wir recyceltes Füllmaterial für seinen Sitzsack. Inzwischen gibt es nämlich zahlreiche Anbieter, die Füllungen für Deinen Sitzsack mit einem Recycling-Hintergrund anbieten.

 

Sitzsack Füllung / Füllmaterial – Qualität?

Die Qualität ist das A und O beim Kauf eines Sitzsackes. Dies trifft nicht nur auf den Bezug, sondern auch auf die Sitzsackfüllung zu, denn diese bestimmt maßgeblich wie Du Dich bettest. Alle Materialien für die Füllung Deines Sitzsackes sollten natürlich schadstoffgeprüft sein. Wir empfehlen beim Kauf auf entsprechende Prüfsiegel (z.B. TÜV oder Stiftung Warentest) zu achten. Eine Korrelation zwischen dem Preis und der Qualität der Sitzsackfüllung lässt sich übrigens nicht wirklich ziehen. Es gibt sowohl günstige wie auch teure Anbieter, die gute Produkte zum Kauf anbieten.

Wir empfehlen Bewertungen anderer Kunden zu beachten oder auch Verbrauchertests mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Bei den Naturprodukten sollte wie bereits erwähnt zudem strikt auf ein Bio-Zertifikat geachtet werden, um Rückstände von Pestiziden und Düngermitteln zu vermeiden. Einige Füllmaterialien von Sitzsäcken werden zudem speziell recycelt. Wir empfehlen auch hier auf entsprechende Siegel (z.B. blauer Engel) zu achten.

 

Sitzsack Füllung / Füllmaterial - Wie Sitzsack nachfüllen?

Mit der Zeit wird die Sitzsackfüllung zunehmend weniger, sodass Du schnell auf einmal auf den Boden statt im gemütlichen Sitzsack sitzt. Das liegt daran, dass das Füllmaterial von Sitzsäcken stark beansprucht wird. Jedes Mal, wenn Du Dich hinsetzt, werden die kleinen EPS-Kügelchen der Sitzsackfüllung so zum Beispiel zusammengedrückt und zerreiben sich so mit der Zeit. Die Abnutzungszeit der Sitzsackfüllung hängt dabei jeweils vom verwendeten Material ab. Früher oder später muss aber so ziemlicher jedes Füllmaterial einmal ersetzt oder aufgefüllt werden.

Da ein Nachfüllen des Sitzsackes ein unweigerlicher Prozess nach einigen Jahren ist, solltest Du schon beim Kauf des Sitzsackes daran denken, was Dir diesen Vorgang später erleichtern wird. Beim Kauf solltest Du so nicht nur rein nach der Optik und Gemütlichkeit gehen, sondern auch auf weitere Kleinigkeiten achten. Zu diesen gehören unter anderen, dass sich die Füllung des Sitzsackes in einem extra Innensack befindet und der Sitzsack zudem über einen abnehmbaren Außenbezug verfügt. Tatsächlich gibt es nämlich einige Modelle auf den Markt, die sich nicht Nachfüllen lassen. Hier hilft dann nur ein möglichst unauffälliges Loch in den Bezug zu schneiden und dieses dann mit viel Geschick nachher wieder zu verschließen. Praktisch ist dies indes nicht.

Der separate Innensack trägt des Weiteren dazu bei, dass die Füllung beim Waschen des Bezuges nicht immer wieder umgefüllt werden muss. Das Umfüllen sorgt nämlich für Frust und unnötigen Aufwand. Die kleinen Kügelchen laden sich statisch auf und fliegen dann oftmals in der gesamten Wohnung herum. Zudem tritt vermehrt Staub auf. Tipp: Wer keinen Sitzsack mit Innensack besitzt, sollte die Sitzsackfüllung beim nächsten Waschvorgang einfach in ein altes Bettlaken füllen und dieses dann dauerhaft verschließen. So hast Du Dir für Dein nächstes Umfüllen einen praktischen Innensack selbst gestaltet.

Für eine leichtere Zugänglichkeit des Innensacks sollte der Bezug übrigens über einen möglichsten großen und doch zugleich sicheren Verschluss verfügen. Das erleichtert die Handhabe mit der Sitzsackfüllung. Eine 10cm lange Öffnung ist hier mehr als unzureichend.

 

Sitzsack Füllung / Füllmaterial – Die richtige Füllmenge

Die Füllmenge des Sitzsackes entscheidet darüber, wie das Sitzverhalten ausfällt. Gerade bei formlosen Modellen kannst Du so aktiv mitbestimmen, wie der Komfortfaktor jeweils ausfällt und ihn somit auf Deine Bedürfnisse abstimmen. Es gilt grundsätzlich, dass je mehr Sitzsackfüllmaterial enthalten ist, desto weniger formbar und härter wird der Sitzsack. Weniger Sitzsackfüllmaterial sorgt hingegen dafür, dass der Sitzsack sich besser formen lässt und sich zudem an die eine Körperform besser anschmiegt. Wir empfehlen Dir die Füllmenge Deines Sitzsackes individuell auf Deine Körperform und Dein Sitzverhalten abzustimmen. Das kann im Übrigen unter anderem auch beinhalten Sitzsackfüllungen zu entfernen, um so ein weicheres Sitzgefühl zu kreieren.

 

Sitzsack Füllung / Füllmaterial – Techniken zum Befüllen des Sitzsackes

Das Probleme beim Befüllen eines Sitzsackes ist stets das Gleiche: Die zum Beispiel kleinen EPS-Kügelchen laden sich statisch auf und verteilen sich gnadenlos überall. Auch mit Dinkel, Weizen und Kunststoffgranulaten entsteht leider schnell das gleiche Szenario. Wir empfehlen Dir darum das Befüllen an einem möglichst windstillen Ort (z.B. Keller) durchzuführen. Ebenso wichtig ist genug Platz zum Arbeiten und am besten einen Helfer mit hinzu zuziehen, da die Handhabe mit gleich zwei großen Säcken (Sitzsack und Nachfüllsack) ansonsten schwer wird. Sollte doch einmal etwas daneben gehen, solltest Du einen Staubsauger benutzen.

Um die Füllung Deines Sitzsackes nachzufüllen, empfehlen wir Dir einfach die Öffnung des Sitzsackes über die Öffnung des Nachfüllbehälters zu stülpen. Am besten fixiert eine Person diese Verbindung, während die zweite vorsichtig den Nachfüllbehälter kippt und die Sitzsackfüllung so umfüllt. Die alte Füllung von Sitzsäcken muss übrigens vorab nicht ausgetauscht werden, insofern sich keine Problematik mit Nässe, Staub oder Allergenen ergeben hat. Ausnahme sind hier die Naturstoffe. Für diese empfiehlt es sich Reste vor dem Befüllen zu entsorgen, da die Spelzen stark zum Stauben neigen.

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