Was verdienen Dartspieler?

Um die Verdienste von Dartspielern ranken sich diverse Legenden. Gerade die hohen Preisgelder, die in den Raum geworfen werden, lassen manch einen Zuschauer sein eigenes Glück mit den Darts probieren. Letztendlich machen die hohen Preisgelder auch viel an der Faszination an Dart aus. Zugleich sind die stetig steigenden Preisgelder ein Indiz für die hohe Beliebtheit von Dart.

 

Was verdienen Dartspieler wirklich?

Die wirklichen Einkommen der Dartspieler zu ermitteln ist schwer. Keiner veröffentlicht seine Steuererklärung. Die Angaben in diesem Text sind reine Hochrechnungen und Schätzungen vermischt mit bekannten Fakten von Preisgeldern. Phil Taylor (The Power) ist nach eigener Aussage mehrfacher Millionär. Da es sich bei ihm um den erfolgreichsten Dartspieler aller Zeiten handelt, gewinnt diese Behauptung an Seriosität. Zu bedenken ist allerdings in diesen Zusammenhang, dass Dart erst in den letzten Jahren eine stetig zunehmende Popularität erfahren hat. Korrelierend mit der Popularität sind dann wiederum die Preisgelder der Turniere angestiegen.

Phil Taylor bildet aber mit Sicherheit die Ausnahme beim Dartsport. Das Groß der Spieler hat Mühe vom Sport zu leben. Erst ab den Top10 häufen sich die Preisgelder schlagartig, sodass die Spieler ein bequemes bis hin zu luxuriöses Leben führen. Einige sind Dank Dart sicherlich auch Millionär geworden. Hier sprechen wir aber von den wahren Talenten des Dartsports, die sich jahrelang an den Spitzenpositionen halten.

Beispielhaft hierfür steht, dass die PDC im Jahr 2016 insgesamt Preisgelder in Höhe von zehn Millionen Pfund (ca. 11.200.000 Euro) ausschüttete. Auf den ersten Blick erscheint dieser Betrag ungeheuer hoch und sicherlich juckt es auch Dir in den Händen Dein bisher unerkanntes Darttalent für Dich zu entdecken. Allerdings solltest Du bedenken, dass diese Preisgelder bei allen Turnieren des PDCs an alle teilnehmenden Spieler ab einer gewissen Gewinnstufe ausgespielt wurden. Für den Einzelspieler ist der Gewinn damit weitaus geringer.

Auch muss beachtet werden, dass Dartspieler ihre Reise- und Unterkunftskosten selber tragen. Dank der zunehmenden Anzahl an Turnieren nehmen die Reise- und Unterkunftskosten damit einen ordentlichen Batzen ein. Manche Dartspieler befinden sich nämlich ungefähr ¾ des Jahres im In- und Ausland. Dabei nehmen die meisten Profis sich nicht einmal ein 5-Sterne-Zimmer. Sie sind grundsätzlich eher auf den Boden geblieben und nehmen sich Mittelklassehotels.

Viele Spieler sind deswegen auf Sponsorenverträge und Showkämpfe angewiesen. Sponsorenverträge erhält man aber oftmals nur bei hoher Bekanntheit und diese geht oftmals mit einer guten Positionierung in den Ranglisten Hand in Hand. Die Showkämpfe, die sogenannten Exhibitions, sind wiederum eine gern gesehene Möglichkeit für Zusatzeinnahmen. Dabei treten die Spieler abseits der offiziellen Turniere in Pubs, Bars oder bei sonstigen Veranstaltungen gegeneinander an. Das Geld, das sie hierfür erhalten, ist allerdings stark variierend. Es gilt: Je bekannter, desto mehr Geld kann man verlangen. Spieler der Top5 können pro Exhibition um die 10.000-15.000 Euro verlangen; die Top10 bis Top20 Spieler lediglich 2000-3000 Euro und außerhalb der Top20 ist lediglich mit mageren 500-1000 Euro zu rechnen. Nicht zuletzt deswegen neigen manche Spieler wohl zu schrägen Outfits. Diese steigern schlichtweg den Wiederkennungswert.

Problematisch für die Spieler ist zudem, dass es kein Festeinkommen gibt. Wer in dem einen Jahr recht erfolgreich unterwegs ist, macht schnell einmal das Doppelte des nachfolgenden mageren Jahres. Kredite aufzunehmen fällt durch derlei Schwankungen schwer und ein sicheres Familienleben sieht auch anders aus.

Insgesamt steigen die Preisgelder beim Dart aber an. 2006 wurde beim PDC noch um zwei Millionen Pfund Preisgeld gespielt. Nach zehn Jahren verfünffachte sich dieser Wert bereits (10 Millionen Pfund Preisgeld). 2017 werden mit 11.2 Millionen Pfund (13.3 Millionen Euro) die Preisgelder weiter ansteigen. Mit 350.00 Pfund hat sich das Preisgeld für die WM 2017 seit Beginn verzwanzigfacht.

 

Die Einkommens-Pyramide der Dartspieler

Die Einkommens-Pyramide beim Dart besitzt eine breite Basis und eine schmale Spitze. Den Lebensunterhalt können sich folglich nur wenige Spieler mit Dart verdienen, auch wenn die Anzahl insgesamt stetig steigt. Viele Spieler müssen nach dem Training einem Nebenjob nachgehen, was aber wiederum dem Fortschritt schadet. Fazit ist, dass man als 50er der Weltrangliste definitiv nicht vom Dart leben kann. Bei anderen Sportarten wie Tennis oder Fußball ist dies wiederum sehr gut möglich.

Gerade die Spieler der Weltranglistenplätze 11-30 tragen einen harten Kampf aus. Sie stehen unter permanenter Anspannung, da sie unter die Top16 gelangen müssen, um an Turnieren der Major-Serie teilnehmen zu können. Die Major-Turniere garantieren nämlich mindestens 200.000 Pfund Preisgeld. Außerhalb der Top30 reicht das Geld gerade einmal dafür aus, sich das Leben auf der Tour zu finanzieren. Dabei wird mit Kosten um die 50.000 Euro im Jahr abzüglich der Steuern gerechnet.

 

Wie werde ich selber Profi?

Vielleicht juckt es ja auch Dir nun in den Finger Dartprofi zu werden. Solltest Du ein ungeahntes Darttalent besitzen, gibt es in Deutschland zwei gute Möglichkeiten Dich für eine Profikarriere zu qualifizieren. Einerseits gibt es zum Beispiel ein Qualifikationsturnier in Düsseldorf für die European Tour sowie weitere Turniere. Andererseits bietet die PDC eine jährliche Qualifying School im Januar an, die 28 Startplätze für die PDC Pro Tour vergibt. Für die Teilnahme ist potentiell jeder Spieler, der älter als 16 Jahre ist, geeignet. 2018 findet die PDC Qualifying School simultan an zwei Orten statt.

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