Zählweise beim Dart: Punkte richtig zählen

Die Zählweise der Punkte beim Dart ist komplex und im ersten Moment für den Laien nicht ersichtlich. Für Anfänger des Dartsports ist es von daher unabdingbar, die korrekte Zählweise beim Dart zu kennen und anzuwenden. Nur so kann das Spiel fair gestaltet und Streit vorgegriffen werden. Zudem Dir das Kennen der richtigen Zählweise beim Dart dabei hilft, Dein weiteres Vorgehen im Match zu planen.

Wie man beim Dart richtig zählt, ist eng verknüpft mit dem Aufbau eines Dartboards, denn ein Dartboard besitzt bekanntlich eine genormte Struktur. Es besitzt unter anderem zwanzig Segmente, die kreisförmig um das zentrale, runde Bull’s Eye (auch Double-Bull genannt) liegen. Die Wertigkeit der Segmente liegt bei einer Punktzahl von 1 bis 20. An der höchsten Position des Boards befindet sich dabei das 20er Segment. Bei Treffen dieses Segmentes erzielst Du namenskonform 20 Punkte. Auf der 6-Uhr-Position befindet sich wiederum zum Beispiel das 3er Segment. Bei Treffer dieses Segmentes erzielst Du lediglich magere 3 Punkte.

Flankiert werden Segmente mit einer hohen Punktzahl dabei stets von Segmenten mit einer niedrigeren Punktzahl. Für das 20er Segment bedeutet dies zum Beispiel, dass es flankiert wird vom 1er und 5er Segment. Ebenso verhält es sich mit allen weiteren Segmenten. Diese Anordnung trägt enorm dazu bei, dass Dart als Geschicklichkeits- und nicht Glücksspiel anerkannt wird, denn nur wer mit einer hohen Präzision wirft, kann eine hohe Punktzahl erzielen. Winzige Abweichungen von der idealen Flugbahn können so bereits in einer niedrigeren Punktzahl resultieren.

Das mittige Bull’s Eye erzielt bei einem Treffer übrigens eine Punktzahl von 50. Es wird von dem größer flächigen Bull (auch Single-Bull genannt) umgeben. Das Bull besitzt die halbe Wertigkeit des Bull’s Eye (25 Punkte). Um die Zielgenauigkeit der Spieler weiter herauszufordern, gibt es neben den großflächigen 20er Segmente zwei schmale Ringe. Der äußere Ring wird Double genannt und bildet ringförmig den äußeren Abschluss des Boards. Er verdoppelt den Wert eines Segmentes. Das heißt, wenn Du mit Deinem Dart das Double-20er Segment triffst, erzielst Du insgesamt eine Punktzahl von 40.

Der innere, schmale Ring unterteilt die zwanzig Segmente in zwei Teilflächen. Er wird Triple genannt und verdreifacht bei einem Treffer den Wert eines Segmentes. Das heißt, wenn Du das Triple-20er Segment triffst, erzielst Du eine Gesamtpunktzahl von 60. Das Segment mit dem höchsten Wert ist folglich nicht wie viele Laien fälschlicherweise denken, dass Bull’s Eye mit einer Wertigkeit von 50, sondern das Triple-20er Segment (60 Punkte).

Es gibt diverse Spielvarianten beim Dart. Bei Turnieren angewandt und damit die bekannteste Form ist diejenige Variante, bei der 501 Punkte mit möglichst wenig Darts auf 0 Punkte gebracht werden müssen. Dabei wird pro Aufnahme mit drei Darts gespielt. Die Punkte, die mit diesen Darts erzielt werden, werden summiert und von den 501 Punkten beziehungsweise der Differenz abgezogen. Erreicht ein Spieler die 0 Punkte, gewinnt er das Leg für sich. Wer drei Legs für sich beansprucht, gewinnt den Satz.

Die Anzahl der Sätze, die gewonnen werden müssen, um ein Spiel zu gewinnen, variiert je nach Turnier (Best-of Serie). Eine Best-of Serie von 3 bedeutet zum Beispiel, dass der Gewinner des Duells 2 Sätze für sich entscheiden muss für den Sieg. Bei einem Best-of 7-Spiel wird der Gewinner mit vier gewonnenen Sätzen gekürt. Bei vielen Turnieren muss man zudem mit einem Vorsprung von zwei Legs gewinnen. Bei Gleichstand kommt es zu einem Sudden-Death-Leg, einer Art Stechen.

Wichtig ist, dass Du niemals überwerfen darfst, d.h. Du darfst das Spiel mit Minuspunkten beenden, denn dann wird die letzte Aufnahme für ungültig erklärt und Du musst erneut bei der nächsten Aufnahme versuchen den Punkterest auf exakt 0 Punkte zu bringen. Um 501 Punkte auf 0 Punkte zu bekommen, werden mindestens neun Dartpfeile benötigt. Man spricht in diesem Fall vom berühmten, aber sehr seltenen 9-Darter. Zu Beginn des Legs gibt es 71 Varianten, einen 9-Darter zu werfen. Diese Anzahl an Möglichkeiten nimmt jedoch mit jedem Wurf weiter ab.

Oftmals müssen Legs zudem mit einem Wurf auf ein Double-Feld beendet werden. Dies wird dann Double-Out genannt. Wird zum Auschecken kein Double-Feld benutzt, zählt die Aufnahme nicht. Weitere Spielvarianten sind Master-Out und Straight-Out. Bei ersten kann man mit Double- und Triple-Feldern auschecken; bei letzterem mit jedem beliebigen Feld. Ebenso existieren spezielle In-Varianten, bei der ein Spiel mit speziellen Feldern eröffnet werden muss (z.B. Double-Inn).

Andere Spielvarianten sind diejenigen, bei denen mit 301 Punkten beziehungsweise 701 Punkten gespielt wird. Beim Dart wird in der Regel eins gegen eins gespielt. Ausnahmen bestehen jedoch gerade im freundschaftlichen und hobbymäßigen Rahmen. Ebenso gibt es aber auch Teamspiele, in der Zweierteams gegeneinander antreten. Wer mit dem ersten Wurf beginnt, kann unterschiedlich geklärt werden. Variante eins bewertet, wer bei einem Probewurf dem Bull’s Eye am nächsten kommt. Variante zwei bezieht einen Münzwurf mit ein.

Beim Steeldart werden Abpraller, im Fachjargon Bouncer genannt, nicht gewertet. Die Pfeile müssen solange im Dartboard stecken bleiben, bis Du als Spieler sie selbstständig entfernt hast. Beim Softdart fließen Bouncer hingegen in die Bewertung ein.

Alles in allem ist die zahlweise beim Dart sehr komplex. Es ist aber unabdingbar gerade beim Steeldart den eigenen Score kalkulieren zu können und basierend auf den Restscore das weitere Vorgehen zu planen. Nur so kannst Du erfolgreich einen Sieg einstreichen!

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