Dart Wissen: Geschichte und Erfinder

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Der Ursprung - Dart als Kriegswaffen: Ursprünglich wurden Darts im Krieg eingesetzt. Bereits die Römer benutzten so zum Beispiel kleine Wurfpfeile, die sie Plumbata nannten. Zwecks stärkerer Verwundung des Gegners verfügten die damaligen Darts zusätzlich noch über Widerhaken, um das Lösen aus dem Fleisch zu erschweren. Später fanden Wurfpfeile dann auch bei den Franzosen als Kriegswaffe Einsatz. Der Name Dart selber stammt auch aus eben diesem schönen Land. Als Sport wurde Dart wohl aber erst in England erfunden. Dort wurden wie auch beim Bogenschießen erst Wagenräder als Zielscheibe benutzt. Die Erfindung des modernen Dartboards erfolgte erst später.

 

Die Erfindung des modernen Dartboards

Der Erfinder des modernen Dartboards war Brian Gamlin. Der englische Zimmermann erfand im Jahr 1897 die Dartscheibe in seiner heutigen Form, indem er die Segmentierung in 20 Bereiche einführte und vor allem deren exakte Position bestimmte. Erst diese charakteristische Anordnung (z.B. 1-20-5) machte aus Dart einen wahren Präzisionssport, denn Segmente mit einer hohen Wertung werden so stets flankiert von Segmenten mit einer niedrigen Wertung. Unsaubere Würfe resultierten so rasch in einer niedrigen Punktzahl. Nur wer beim Dart äußerst präzise mit Dartpfeilen wirft, kann gewinnen!

 

Das 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert wurde Dart zunehmend beliebter. Dies spiegelte sich auch in der damaligen Lokalpresse wieder. So wurde 1902 erstmals ein Dartwurf mit der Höchstpunktzahl von 180 in einer kleinen Lancester Lokalzeitung dokumentiert. Ebenfalls kamen zu diesem Zeitpunkt in England die ersten professionellen Turniere auf. Erst später schwappte Dart dann auch zu uns nach Deutschland rüber. Besondere Verbreitung fand der Sport bei uns durch die Besetzungsmacht England.

 

This is no game of chance – Dies ist kein Glücksspiel!

Um Neunzehnhundert wurde Dart als Glücksspiel deklariert. Es durfte damit offiziell nicht in Pubs und Bars in England gespielt werden, obwohl es sich bereits damals einer regen Beliebtheit erfreute. 1908 legte des Gastwirt Jim Garside, der wegen unlauteren Wettens auf Glücksspiel angeklagt wurde, Protest ein. Er konnte mit einer pfiffigen Idee vor Gericht belegen, dass es sich bei Dart um kein Glücks- sondern ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Hierzu ließ er ein Dartboard im Gerichtssaal aufstellen und den damals besten Spieler der Region gegen einen Gerichtsdiener antreten. Erstere traf gleich dreimal die zwanzig; letzterer gerade einmal das Dartboard. Der Richter war sich folglich nun bewusst: This is no game of chance!