Trainieren mit Fitnessgeräten – Ja oder Nein?

Um den eigenen Körper zu trainieren setzen die meisten Menschen im Normalfall entweder auf Ausdauersportarten, wie zum Beispiel Joggen oder aber sie gehen ins Fitnessstudio, um ihren Körper mit Krafttraining zu stärken. Dabei stellt sich den meisten die Frage gar nicht, ob das Trainieren an Fitnessgeräten die optimale Form des Kraftsports ist. Doch es gibt einen Trend zu verzeichnen, dass sich Menschen wieder auf traditionelle Übungen wie Liegestützen oder Kniebeugen zurückbesinnen – wie kommt das?

 

Was ist Bodyweight-Training?

Der Trend, sich ohne Fitnessgeräte in Form zu bringen, nennt sich Bodyweight-Training. Im Prinzip bedeutet das lediglich, dass Du an Stelle der Fitnessgeräte ausschließlich Dein eigenes Körpergewicht als Widerstand bzw. Gewicht verwendest, um Deine Muskeln zu stählen. Das heißt nicht, dass Du gar keine Hilfsmittel bei Deinen Übungen verwenden kannst: Du kannst alles, was Dir im täglichen Leben zur Verfügung steht, zum Beispiel eine Tür oder einen Tisch, für Deine jeweiligen Übungseinheiten zweckentfremden. Es geht mehr darum, Dich nicht auf Fitnessgeräte festlegen zu müssen, die speziell auf eine Muskelgruppe zugeschnitten sind.

 

Welche Vorteile bringt das Training ohne Fitnessgeräte?

Das Training ohne Fitnessgeräte ist mittlerweile wieder so beliebt, weil es zahlreiche Vorteile mit sich bringt.

  1. Du musst nicht extra ins Fitnessstudio fahren, um Dein Training zu beginnen, sondern Du kannst es im Prinzip überall, wo Du gerade bist durchführen – ob zu Hause, im Park oder auf Geschäftsreise. Dadurch bleibst Du stets flexibel und Du kannst sicherstellen, dass Du in einer Dir angenehmen Atmosphäre trainieren kannst.
  2. Dadurch, dass Du nicht ins Fitnessstudio fahren musst erzielst Du zudem eine große Zeitersparnis. Bis Du erstmal im Fitnessstudio angekommen bist, hättest Du nämlich schon längst mit Deinem Training beginnen können. Und wenn eines in der heutigen Zeit Mangelware ist, dann ist es Zeit.
  3. Neben der Zeitersparnis ist ein nicht zu verkennender Faktor die Kostenersparnis: In einem Fitnessstudio zahlst Du normalerweise eine monatlich zu entrichtende Grundgebühr, die Du auch dann trägst, wenn Du es aus zeitlichen Gründen nicht schaffst zu trainieren.
  4. Den größten Vorteil sehen die meisten Anhänger des Bodyweight-Trainings jedoch in der Tatsache, dass beim Training mit dem eigenen Körpergewicht immer mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen werden, während beim Trainieren mit Fitnessgeräten jeweils immer nur eine einzelne Muskelpartie isoliert gefordert wird. Es wird also effektiv das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen gefördert, das Training ist dadurch wesentlich komplexer, funktioneller und ganzheitlicher aufgebaut. Viele, wenn nicht sogar alle, Muskelgruppen werden so bei einem einfachen Training angesprochen, was vor allem die Alltagsbelastbarkeit erhöht: In den meisten alltäglichen Belastungssituationen, wie zum Beispiel bei der Gartenarbeit, werden viele verschiedene Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht.
  5. Dadurch verbessert sich auch die gesamte Koordination, Beweglichkeit und Haltung Deines Körpers. Da Du viele Muskeln gleichzeitig förderst, erhältst Du eine wesentlich bessere Grundstabilität und lernst, Deinen Körper besser zu kontrollieren.
  6. In der Regel folgen die Übungen ohne Fitnessgeräte dem natürlichen Bewegungsablauf Deines Körpers, was das Risiko falscher muskulöser Beanspruchung oder Überlastung minimiert. Die Bewegungsabläufe an Fitnessgeräten dagegen werden im normalen Leben eher selten ausgeführt, sind also nicht natürlich und können so zu chronischen Gelenkproblemen führen.
  7. Da die Fitnessgeräte im Studio nur für jeweils eine Übung ausgelegt sind, ist die Möglichkeit, das Training zu variieren, stark eingeschränkt. Beim Bodyweight-Training sind Dir hier keine Grenzen gesetzt. Es gibt unzählige Übungen und Übungsvarianten, die man sich einfach aus Fachbüchern oder dem Internet ziehen kann. So bist Du immer unabhängig und es wird nie langweilig.
  8. Auch den Schwierigkeitsgrad kannst Du beim Trainieren ohne Fitnessgeräte ganz individuell bestimmen und variieren. So kannst Du zum Beispiel bei Liegestützen die Knie auf dem Boden ablegen, um die Übung einfacher zu machen oder die Kniebeuge nur mit einem Bein machen, um das Training zu erschweren. Oft reicht es aber auch, wenn Du den Winkel ein wenig veränderst oder die Geschwindigkeit ein bisschen anpasst. So hast Du die Trainingsintensität immer selber in der Hand.

 

Voraussetzungen für das Training ohne Fitnessgeräte

Während Dir im Fitnessstudio ein Trainer zur Verfügung steht, der Dir die Abläufe und Funktionsweisen der Geräte ganz genau erklärt, bist Du beim Training mit Deinem Körpergewicht vollständig auf Dich gestellt. Das erfordert in erster Linie sehr viel Disziplin. Die Überwindung mit dem Sport auch tatsächlich anzufangen ist ein ganzes Stück größer, wenn Du nicht wie beim Fitnessstudio Geld investiert hast. Daher musst Du klare Ziele vor Augen haben und Deine Motivation muss stimmen.

Du musst Dich auch selber schlau machen, welche Übungen es gibt, welche Dir davon für Dich geeignet erscheinen und welche Deinen körperlichen Anforderungen entsprechen. Das nimmt am Anfang natürlich relativ viel Zeit in Anspruch, aber es lohnt sich, um sicher zu stellen, dass Du richtig trainierst und die Übungen auch korrekt ausführst. Versuche das Training spannend zu halten, denn nicht nur Deine Muskelgruppen, auch Dein Kopf braucht hin und wieder etwas Abwechslung.

Beim Trainieren ohne Fitnessgeräte heißt es also dranbleiben – dann erhältst Du auch mit minimalem Trainingsaufwand einen maximalen Effekt.

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