Tauchschein & Brevet: Grundwissen

Was es rund um den Tauchschein zu wissen gilt

Während Schnorcheln mit relativ wenig Equipment auskommt, sich schnell erlernen lässt und sich damit für nahezu jedermann eignet, ist der Einstieg in den Tauchsport im Vergleich mit deutlich mehr Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Denn anders als beim Schnorcheln, das sich problemlos auch in Eigenregie ausprobieren lässt, erfordert allein schon die aufwendigere Tauchausrüstung entsprechende Einweisung im Hinblick auf Handhabung und Umgang. Da Du beim Tauchen außerdem deutlich größere Tiefen ansteuerst als es beim Schnorcheln, bei dem Du Dich überwiegend auf bzw. an der Wasseroberfläche bewegst, der Fall ist, ist es unabdingbar, auch die wichtigsten Verhaltensweisen unter Wasser zu kennen und zu verinnerlichen. Spezielle Tauchkurse vermitteln Dir das fürs Tauchen notwendige Wissen, das Du auch für den Erwerb eines Tauchscheins benötigst, der wiederum als Voraussetzung gilt, um beispielsweise im Urlaub Tauchausrüstung auszuleihen oder an Tauchausflügen teilzunehmen.

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Tauchschein - Was ist das?

Bei einem Tauchschein, auch Brevet genannt, handelt es sich um einen Nachweis einer erfolgreich absolvierten Tauchausbildung. Tauchscheine weisen den aktuellen Ausbildungsstand des Tauchers nach. Sie können und dürfen von Tauchorganisationen, Tauchschulen und Tauchvereinen abgenommen und ausgestellt werden.

Zu den bekanntesten und wichtigsten, weltweit agierenden Ausbildungsorganisationen gehören PADI (Professional Association of Diving Instructors), SSI (Scuba Schools International), CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques / World Confederation of Underwater Activities) und NAUI (National Association of Underwater Instructors). Bei diesen Organisationen handelt es sich um internationale Zusammenschlüsse verschiedener Tauchverbände. So sind beispielsweise der VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) und die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) als deutsche Vertreter der CMAS angeschlossen.

Die meisten Tauchverbände betreiben eigene Tauchschulen und -vereine, unterrichten dort gemäß ihren Ausbildungsrichtlinien und vergeben eigene Tauchlizenzen. Alle Verbände erkennen jedoch ihre Lizenzen untereinander an, so dass z.B. eine Weiterbildung problemlos auch bei einer anderen Tauchorganisation möglich ist. Bei Tauchscheinen, die bei lokalen Ausbildern ohne Organisationszugehörigkeit erworben werden, kann es dagegen durchaus zu Problemen mit der Anerkennung kommen.

 

Tauchscheine im Überblick

Auf Nummer sicher gehst Du daher, wenn Du Deine Tauchlizenz bei einem Verband bzw. einer Tauchschule erwirbst, die einer der vier großen Organisationen (PADI, SSI, CMAS, NAUI) angehört. Diese bieten standardisierte Kurse und Scheine für verschiedene Taucher-Ausbildungslevel an. Die folgende, vereinfachte Übersicht gibt einen Einblick in die Brevetierungsstufen der einzelnen Organisationen:

 

PADI

SSI

CMAS

NAUI

Einführungsprogramme

(ISO 11121)

Bubblemaker

 

Discover Scuba Diving

Try Scuba

 

Try Scuba Diving

-

NAUI Skin Diver

Beaufsichtigter Taucher/ Supervised Diver

(ISO 24801-1 / DIN EN 14153-1)

PADI Scuba Diver

SSI Scuba Diver

-

NAUI Passport Diver

Einsteiger / Autonomous Diver

(ISO 24801-2 / DIN EN 14153-2)

PADI Open Water Diver (OWD)

SSI Open Water Diver (OWD)

CMAS* Diver

NAUI Scuba Diver

Fortgeschrittene

PADI Advanced Open Water Diver (AOWD)

SSI Advanced Open Water Diver (AOWD)

-

NAUI Advanced Scuba Diver (ASD)

Rettungstaucher

PADI Rescue Diver (RD)

SSI Diver Stress & Rescue

CMAS** Diver

NAUI Scuba Rescue Diver

Guide / Dive Leader

(ISO 24801-3 / DIN EN 14153-3)

PADI Divemaster (DM)

SSI Dive Guide

CMAS*** Diver

NAUI Divemaster (DM)

Tauchlehrer / Scuba Instructor

(ISO 24801-1/2 / DIN EN 14413-1/2)

PADI Assistant Instructor

 

PADI Open Water Instructor (OWI)

SSI Dive Control Specialist

 

SSI Open Water Instuctor (OWI)

CMAS* Tauchlehrer

NAUI Assistant Instructor

 

NAUI Instructor

Zusätzlich zu den Tauchscheinen an sich bieten viele Tauchorganisationen außerdem verschiedene Zusatzausbildungen an. In diesen werden weitere Qualifikationen wie beispielsweise Nachttauchen Tieftauchen, Eistauchen und Höhlentauchen oder auch Unterwasserfotografie vermittelt, die teilweise auch Voraussetzung für die Zulassung zu weiterführenden Tauchausbildungen sein können.

 

Tauchschein / Brevet Voraussetzungen

Um einen Tauchkurs zu absolvieren bzw. einen Tauchschein zu erwerben, setzen die meisten Tauchschulen voraus, dass Du gut schwimmen kannst. Zudem gilt ein Mindestalter zwischen 10 und 15 Jahren. Darüber hinaus solltest Du Dich beim Hausarzt oder besser noch einem ausgewiesenen Tauchmediziner auf Tauchtauglichkeit untersuchen lassen, um Risiken von vorneherein auszuschließen. Für die Teilnahme an einem Tauchkurs benötigst Du zwar in den meisten Urlaubsregionen in der Regel kein ärztliches Attest, möchtest Du jedoch in fremden Gewässern auf Tauchgang gehen, ist ein solcher Nachweis sehr wohl erforderlich.

Viele Tauchschulen bieten vor der Anmeldung für einen Tauchkurs die Teilnahme an einem Schnuppertauchkurs an, der meist im örtlichen Hallenbad oder im Hotelpool stattfindet. Hier steht der erste Kontakt mit dem Tauchequipment im Vordergrund und es werden erste leichte Übungen durchgeführt. Ein solches Hineinschnuppern in den Tauchsport solltest Du nutzen, um auszuprobieren, ob Tauchen das richtige für Dich ist und Du Spaß daran hast.

Tipp: Meldest Du Dich nach dem Schnuppertag für einen Tauchkurs an, verrechnen viele Tauchschulen die Kosten für den Schnuppertauchgang mit den Kosten für den Tauchschein. Es lohnt sich, diesbezüglich nachzufragen.

 

Zeitlicher Aufwand & Kosten

Tauchkurse, die auf den Erwerb des Tauchscheins vorbereiten bzw. mit dem Erwerb des Brevets abschließen, gliedern sich in Theorie- und Praxis-Module. Neben dem richtigen Umgang mit der Tauchausrüstung werden dabei beispielsweise Sicherheitsmaßnahmen vermittelt und eingeübt. Zusätzlich zum Zeitaufwand für die Theorie musst Du für den praktischen Teil der Tauchausbildung im Schnitt mindestens 4 Tauchgänge in offenem Gewässer vorweisen. Damit ist es zwar durchaus möglich, auch den Tauchschein innerhalb von 4 Tagen zu erwerben, allerdings bleibt Freizeit dann erst einmal auf der Strecke.

Grundsätzlich ist es kein Problem, den Tauchschein im Ausland, sprich im Urlaub, zu erwerben. Allerdings solltest Du in diesem Fall berücksichtigen, dass Du je nach Aufenthaltslänge am Urlaubsort mitunter einen Großteil Deines Urlaubs für Theorie, Lernen und Praxis aufwenden musst. Zudem sind die Kosten für einen Tauchschein im Ausland oft deutlich höher als in Deutschland. Da die Kurse zum Erwerb des Tauchscheins meist in Theorie und Praxis unterteilt sind, besteht ein Kompromiss darin, den Theorieteil bereits vor der Abreise zu absolvieren. Einzige Voraussetzung: Du findest eine Tauchschule, die zu Hause und am Urlaubsort mit entsprechenden separaten Modulen unterrichtet.

Ein Tauchschein ist leider nicht ganz günstig. Mit Kosten in Höhe von ca. 400€ musst Du in der Regel rechnen, gerade dann, wenn Du vorhast, Deinen Tauchschein im Urlaub zu machen. Denn in Touristenregionen sind die Kosten für den Tauchkurs meist deutlich höher als in Deutschland. Hier bezahlst Du für Kurs und Schein ca. 300-400€.

Tipp: Nicht immer sind alle Teile der Leihausrüstung in den Tauchscheinkosten enthalten. Oft musst Du eine ABC-Ausrüstung, sprich Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmflossen, selbst mitbringen. Hellhörig solltest Du werden, wenn die Kosten für den Tauchschein insgesamt deutlich unter 300€ liegen. Dann macht es Sinn, genauer hinzuschauen und das Kleingedruckte zu lesen, denn bei solchen Angeboten gibt es oft versteckte Kosten oder es wird schlicht an der Qualität der Tauchausbildung gespart.

 

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