Wie Sonnenbrand beim Schnorcheln vermeiden?

Sonnenschutz ist eine Selbstverständlichkeit, wenn es im Sommer ins Freibad oder an den Strand geht, schließlich ist ein Sonnenbrand nicht nur unangenehm und oft sogar schmerzhaft, übermäßige Sonnen- bzw. UV-Strahlung birgt auch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Laut Deutscher Krebshilfe hat die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren drastisch zugenommen, was auch auf den Wunsch nach Bräune um jeden Preis und damit die Inkaufnahme von Sonnenbränden zurückgeführt wird. Das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen, ist besonders am und im Wasser und damit auch beim Schnorcheln sehr hoch. Eine Gefahr, die Du keinesfalls unterschätzen und Dich dementsprechend ausreichend schützen solltest.

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Was macht die Sonne beim Schnorcheln so gefährlich?

Beim Schnorcheln bewegst Du Dich überwiegend an bzw. auf der Wasseroberfläche und setzt damit beinahe Deinen gesamten Körper, insbesondere aber Deine Körperrückseite, d.h. Hinterkopf, Nacken, Rücken und Beine, der UV-Strahlung aus. Ein schmerzender Sonnenbrand an der Hinterseite der Oberschenkel, der das Hinsetzen am Abend nach einem gelungenen Schnorchelausflug zur Qual macht, kann die Folge sein. Das Problem: Durch die Sonnenstrahlen ist Deine Haut ohne entsprechenden Schutz ohnehin bereits großen Belastungen ausgesetzt. Beim Schnorcheln fällt diese Belastung noch einmal wesentlich höher aus. Das hat unter anderem folgende Gründe:

Reflektion

Die Wasseroberfläche reflektiert die auf sie treffenden Sonnenstrahlen, die dann in einem anderen Winkel auf Deine Haut zurückgeworfen werden. Im Wasser bist Du der Sonne daher besonders intensiv ausgesetzt und die UV-Belastung ist dementsprechend höher.

Lupeneffekt

Beim Schnorcheln befindet sich unsere Körperrückseite nicht vollständig über Wasser, sondern wird durch eine dünne Wasserschicht bedeckt. Das wiederum verstärkt die Intensität der UV-Strahlung, es kommt zum sogenannten Lupeneffekt. Die Folge: Sonnenbrand. Die Hat an Schultern, Rücken und Oberschenkeln fühlt sich am Abend nach dem Schnorchelausflug heiß an und juckt.

Abkühleffekt

Die Wassertemperatur ist im Vergleich zur Außentemperatur meist um einiges geringer. Das sorgt für Erfrischung und angenehme Abkühlung, trägt aber auch dazu bei, dass Du die Auswirkungen der UV-Strahlung weniger bzw. erst zu spät bemerkst. Ein beginnender Sonnenbrand ist daher schwerer zu erkennen und wird häufig erst dann spürbar, wenn Du das Wasser verlässt.

Gefahr trotz Bewölkung

Grauer Himmel und Wolken schützt nicht vor Sonnenbrand. Denn selbst durch dicke Wolken hindurch dringen noch 40 – 95% der UV-Strahlung ins Wasser ein. Daher gilt: Auch bei bedecktem Himmel besteht die Gefahr eines Sonnenbrandes und Sonnenschutz ist damit unerlässlich.

Faszination Unterwasserwelt

Die Unterwasserwelt unserer Meere übt eine kaum zu erklärende Faszination auf uns aus. Kaum abgetaucht, ziehen uns atemberaubende Korallenriffe, kunterbunte Fischschwärme und unbekannte Meeresbewohner in ihren Bann. Die Zeit unter Wasser vergeht wie im Flug und an Sonnenschutz verschwenden wir in dieser kostbaren Zeit keinen Gedanken. Gerade beim Schnorcheln auf der Meeresoberfläche rächt sich das schnell.

 

Sonnenschutz gegen Sonnenbrand

Schnorcheln findet fast ausschließlich an der Wasseroberfläche statt. Du liegst mit dem Kopf nach unten auf der Meeresoberfläche und lässt Dich in dieser Position treiben bzw. paddelst dahin. Dabei ist vor allem Deine Körperrückseite besonders intensiv der Sonne ausgesetzt. Diese Körperpartien, d.h. Nacken, Rücken, Arme und Beine sollten daher unbedingt geschützt und idealerweise bedeckt werden, um einen unangenehmen, schmerzhaften Sonnenbrand und eventuelle Folgeschäden zu vermeiden. Als effektivster Schutz gilt eine Kombination aus UV-Schutzkleidung und einer wasserfesten Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

 

UV-Schutzkleidung – Shirts, Shortys, Neopren

UV-Schutzkleidung besteht aus einem speziellen Mischgewebe (Lycra), das schädliche UV-Strahlen von der Haut fernhält und sie so vor Sonnenbrand und den Folgen zu starker UV-Strahlung schützt. Meist handelt es sich bei UV-Schutzkleidung um Kurz- oder Langarmshirts, die in verschiedenen Materialstärken erhältlich und damit für nahezu jedes Schnorchelvorhaben bestens geeignet sind. Es gibt jedoch auch ganze UV-Schutz-Anzüge wie sie für Kinder oft angeboten werden. Während die etwas dünneren Modelle vor allem dann ideal sind, wenn Du in tropischen und entsprechend warmen Gewässern unterwegs bist, sind Shirts aus dickerem Stoff die optimale Bekleidung für Regionen, in den die Wassertemperatur auch mal etwas niedriger ausfallen kann. Der UV-Schutzfaktor eines UV-Shirts liegt in der Regel bei 50. Weitere Vorteile: UV-Schutzkleidung schmiegt sich wie eine zweite Haut an Deinen Körper an, saugt sich beim Schnorcheln nicht voll oder bläht sich auf und schützt die Haut nicht nur vor Sonneneinstrahlung und Sonnenbrand, sondern auch vor Fremdeinflüssen wie z.B. Quallen. UV-Shirts trocknen dank ihrer speziellen Materials sehr schnell und können bedenkenlos in der Waschmaschine mitgewaschen werden.

Eine Alternative zu UV-Schutzkleidung stellen Neoprenanzüge dar, die sowohl in langer Form, also mit langen Armen und Beinen, als auch als Shortys, sprich mit kurzen Armen und Beinen erhältlich sind. Da die Wassertemperatur beim Schnorcheln und Tauchen geringer ist als Deine Körpertemperatur, besteht insbesondere bei längeren Aufenthalten im Wasser die Gefahr, auszukühlen. Daher setzen insbesondere Taucher, die nicht nur an der Wasseroberfläche verweilen, sondern auch in tiefere und damit kältere Wasserregionen abtauchen, auf Neoprenanzüge als Schutz vor äußeren (Witterungs-)Einflüssen. Neopren schützt Dich in wärmeren Gewässern vor Unterkühlung und Nesseltieren und dient Dir in kälteren Gewässern zusätzlich als Kälteschutz. Auch für Schnorchler, die die Unterwasserwelten kalter Gewässer erkunden möchten, empfiehlt sich ein Trockenanzug, der nicht nur isoliert, sondern dank integrierter Kopfhaube auch die Abgabe der Körperwärme über den Kopf etwas minimiert.

 

Wasserfeste Sonnencreme

Trotz UV-Schutzkleidung bzw. UV-Shirt und/oder Neoprenanzug bzw. Shorty ist Dein Körper immer noch nicht ausreichend geschützt. Durch die Kleidung freiliegende Stellen wie z.B. Gesicht, Ohren und Knöchel sind der Sonne besonders schutzlos ausgesetzt. Daher kommst Du um das Eincremen mit einer wasserfesten Sonnencreme nicht herum. Idealerweise greifst Du dabei zu Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (50+). Auch das Nachcremen, also das erneute Auftragen einer Cremeschicht alle 2 Stunden, solltest Du genau nehmen, um Dich wirksam vor Sonnenbrand zu schützen.

 

Mittagssonne meiden

Schon in Kindertagen wurde uns eingebläut, die Mittagssonne zu meiden und auch die Südländer halten in der Zeit des Tages, in der die Sonne am stärksten ist, nicht ohne Grund ihre traditionelle Siesta. Um einen Sonnenbrand zu vermeiden, solltest Du die Schnorchel-Hot-Spots Deines Urlaubslandes nicht unbedingt in den heißesten Stunden des Tages, sprich zwischen 11 und 15 Uhr, erkunden. Das Meiden der Mittagssonne hat übrigens auch noch einen anderen Vorteil: In den Stunden danach ist das Licht oft sanfter und lässt die Meereswelt noch viel schöner erstrahlen als im prallen Sonnenlicht.

 

Notfall-Tipps – Was bei Sonnenbrand wirklich hilft

Hast Du im Eifer des Gefechtes einmal vergessen, Dich ausreichend gegen die Sonne zu schützen oder hast Du Dir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal einen Sonnenbrand eingefangen, helfen die folgenden Tipps:

Raus aus der Sonne

Um den Sonnenbrand und die Symptome nicht noch zu verschlimmern, solltest Du bei einem Sonnenbrand sofort aus der Sonne gehen und diese erst einmal meiden bis der Sonnenbrand vollständig ausgeheilt ist.

Kühlen

Bei einem Sonnenbrand fühlen sich die betroffenen Stellen heiß an und schmerzen. Kühlung kann da Linderung verschaffen. Eine lauwarme Dusche, feuchte Handtücher oder auch Umschläge mit kaltem Tee oder Quark wirken wahre Wunder. Vorsicht gilt dagegen bei Coolpacks, denn diese können schnell zu Erfrierungen führen. Daher solltest Du diese nicht direkt auf die bloße Haut legen, sondern immer erst in ein Tuch wickeln. Aprés Sun-Produkte mit Aloe Vera bzw. Dexpanthenol oder spezielle Sonnenbrandgele aus der Apotheke kühlen nach erfolgter Erstversorgung ebenfalls und haben gleichzeitig pflegende Wirkung.

Viel trinken

Ein Sonnenbrand trocknet Deine Haut aus. Daher ist es wichtig, viel zu trinken, um Deinem Körper damit genügend Flüssigkeit zur Regeneration zuzuführen und Deinen Kreislauf auf Trab zu halten. Ideal sind Mineralwasser und ungesüßte Tees. Auf zucker- und alkoholhaltige Getränke solltest Du dagegen besser verzichten.

Im Zweifel ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, denn nur er kann beurteilen, wie schlimm der Sonnenbrand wirklich ist und ob eventuell eine gesonderte Behandlung notwendig ist.

 

Sonnenbrand beim Schnorcheln vermeiden

Da beim Schnorcheln die Gefahr eines Sonnenbrandes wie bei allen Aktivitäten am oder im Wasser besonders hoch ist, besteht der sinnvollste Schutz darin, sich ausreichend vor der UV-Strahlung zu schützen. Zumindest wasserfeste Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor gehört unbedingt in Dein Reisegepäck und ist ein absolutes Must-have für ungetrübten Schnorchelspaß. Ergänzend kann spezielle UV-Schutzkleidung Sonnenbrand wirksam vorbeugen. Es muss jedoch nicht immer gleich der Ganzkörper-Neoprenanzug sein. Gerade für Schnorchelausflüge in warmen Regionen bzw. Gewässern reichen UV-Shirt oder UV-Schutz-Shorty meist vollkommen aus.

Kommt es trotz aller Schutzmaßnahmen doch einmal zu einer Verbrennung der Haut, solltest Du sofort reagieren, die Sonne erst einmal meiden, die betroffenen Hautstellen kühlen und ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen.

Grundsätzlich gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Denn jeder Sonnenbrand ist ein Sonnenbrand zu viel und kann Deine Haut auf Dauer nachhaltig schädigen. Mit der richtigen Vorbereitung und entsprechenden Schutzmaßnahmen steht vollem Schnorchelspaß nichts mehr im Wege.

 

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