Taucherbrille beschlägt: Tipps gegen das Beschlagen der Tauchmaske

Die Taucherbrille ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Grundausrüstung eines jeden Schnorchlers und Tauchers. Sie sorgt in erster Linie dafür, dass Du unter Wasser sehen, Korallenriffe, Fische und andere Meerestiere klar erkennen und Deinen Unterwasserausflug damit in vollen Zügen genießen kannst. Eine Tauchmaske, die beschlägt, macht eine klare Sicht unter Wasser unmöglich und trübt damit das Schnorchel- und Tauchvergnügen erheblich.

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Warum beschlägt eine Taucherbrille überhaupt?

Der Hauptgrund dafür, dass eine Taucherbrille beschlägt, liegt im Temperaturunterschied zwischen Umgebungsluft und Wassertemperatur begründet. Setzt Du die Tauchmaske auf, wird Luft zwischen der Maske und Deinem Gesicht eingeschlossen. Diese wird dann durch die Außentemperatur oder Deine Körpertemperatur weiter aufgewärmt. Tauchst Du Deinen Kopf nun unter Wasser bzw. tauchst Du ab, kühlt die in der Maske eingeschlossene Luft durch die im Vergleich zur Außentemperatur immer kühlere Wassertemperatur ab. Ähnlich wie beim Kochen mit Deckel bilden sich bei diesem Abkühlungsprozess kleinste Wassertropfen auf dem Sichtglas der Brille, die zur Folge haben, dass das Brillenglas beschlägt.

 

Taucherbrille beschlägt - 5 Tipps gegen das Beschlagen

Um das Beschlagen der Brille zu vermeiden, solltest Du Deine Schnorchelbrille vor dem Gang ins Wasser kurz anheben bzw. die Maske idealerweise erst im Wasser aufsetzen. Helfen kann es auch, Dein Gesicht vor dem Aufsetzen der Maske mit Wasser zu kühlen und so die Temperatur anzugleichen.

Allerdings ist die Temperatur bzw. der Temperaturunterschied nicht der einzige Grund, weshalb eine Taucherbrille bzw. das Maskenglas der Brille beschlägt. Auch das Material der Taucherbrille kann dabei eine entscheidende Rolle spielen. Viele Tauchermasken werden aus Silikon gefertigt. Die bei der Herstellung entstehenden Silikongase schlagen sich auf dem Sichtglas nieder und hinterlassen hier einen feinen Silikonfilm. Diese Rückstände sorgen dann dafür, dass die Maske viel schneller beschlägt als bei Taucherbrillen mit einem Sichtglas aus anderen Materialien.

 

Vor dem ersten Schnorchel- oder Tauchgang

Daher solltest Du Deine Tauchmaske vor dem ersten Einsatz entsprechend vorbereiten, um das lästige Beschlagen des Maskenglases zu vermeiden. Erfolgsversprechend sind dabei die folgenden, von erfahrenen Tauchern und Schnorchlern erprobten Reinigungsvarianten:

  • Zahnpasta: Reibe das Sichtglas der Tauchbrille vollständig mit Zahnpasta ein. Verwende dazu ein weiches Tuch oder nutze zum Verteilen der Zahnpasta ganz einfach Deine Finger. Da Zahncremes aus Gel oder Zahnpasta mit Whitening-Effekt feine Bestandteile mit schmirgelnder Wirkung enthalten, die das Maskenglas beschädigen bzw. zerkratzen können, solltest Du auf ganz einfache weiße Zahnpasta zurückgreifen. Lasse die Zahncreme anschließend gut antrocknen und entferne die komplett getrocknete Zahncreme-Schicht dann aus der Taucherbrille. Spüle die Brille dazu gründlich mit klarem Wasser aus, wobei Du die Zahnpasta-Reste beim Ausspülen noch einmal extra verreiben solltest.
  • Spülmaschine: Auch das einmalige Mitwaschen der Taucherbrille in der Spülmaschine ist eine Möglichkeit, Silikonrückstände in der Brille bzw. auf dem Maskenglas zu entfernen. Allerdings solltest Du dieses Verfahren, bei dem die Rückstände durch den Reinigungsvorgang beseitigt werden, nur einmal anwenden und die Tauchermaske nicht öfter in der Spülmaschine waschen. Die Bestandteile der Taucherbrille und vor allem die Dichtungen können durch zu häufige Spülgänge in der Maschine auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen werden und die Maske kann an Dichtigkeit verlieren.
  • Ausbrennen: Die Silikonschicht auf dem Maskenglas lässt sich auch mit dem Feuerzeug ausbrennen bzw. ausflammen. Dazu hältst Du die Flamme des Feuerzeugs auf das Sichtglas und bewegst diese über das gesamte Glas bis alle Rückstände entfernt sind. Wenn Du das Ausbrennen bisher noch nicht selbst gemacht hast, solltest Du dabei sehr vorsichtig vorgehen, um das Glas und den Maskenkörper nicht zu beschädigen. Im Zweifel greife lieber zu einem der anderen Reinigungsverfahren.
  • Reinigungsmittel: Mittlerweile gibt es alternativ zur Reinigung mit Hausmittelchen auch spezielle Reinigungsmittel zur Erstbehandlung im Fachhandel. Diese werden in kleiner Menge auf die Innen- und Außenseite des Sichtglases aufgetragen, eingerieben und abgespült. Anschließend wird das Maskenglas mit einem weichen, trockenen Lappen sauber poliert und erneut gut abgespült.

 

Vor jedem Schnorcheln oder Tauchen

Neben diesem einmaligen Reinigen zur Entfernung des Silikonfilms, ist es ratsam, die Taucherbrille auch vor jedem Schnorchelausflug oder Tauchgang noch einmal gegen das Beschlagen zu behandeln. Das gestaltet sich jedoch im Vergleich weit weniger aufwendig:

  • Spucke, Spülmittel oder Baby-Shampoo: Bringe Deine Taucherbrille zunächst auf Wassertemperatur, indem du sie ins Wasser eintauchst bzw. mehrfach durchs Wasser ziehst, um sie abzukühlen. Spucke nun einmal kräftig auf das Maskenglas und verreibe die Spucke auf dem gesamten Glas. Dein Speichel enthält chemische Stoffe, die im Wasser nur schwer löslich sind. Diese bleiben am Maskenglas haften und bilden einen Film, der die durch Verdunstung entstehenden Wassertropfen einfach abperlen lässt und ein Beschlagen damit verhindert. Lasse die Spucke kurz einwirken, aber nicht komplett antrocknen. Spüle die Taucherbrille anschließend erneut aus bzw. hänge sie für ca. 2 Minuten ins Wasser. Das Sichtglas solltest Du dabei möglichst nicht mehr berühren. Kühle nun Dein Gesicht im Wasser ab, indem Du es z.B. für rund 20 Sekunden ins Wasser hältst. Setze dann Deine vorbereitete Tauchmaske auf und starte in Dein Schnorchel- oder Tauchabenteuer. Übrigens: Statt Spucke kannst Du alternativ auch Spülmittel oder Baby-Shampoo verwenden.

 

…und noch ein Tipp gegen das Beschlagen Deiner Taucherbrille

Beschlägt Deine Taucherbrille beim Schnorcheln oder Tauchen trotz aller Vorbereitung doch einmal, tauche auf und hebe den Brillenrand oben oder unten leicht an, lasse etwas Wasser ins Innere der Maske einfließen und bewege Deinen Kopf vor und zurück, um den vorhandenen Beschlag zu entfernen. Anschließend muss die Taucherbrille ausgeblasen werden. Dazu neigst Du Deinen Kopf leicht nach hinten, damit das Wasser nach unten läuft. Dann drückst Du den oberen Maskenrand an Deine Stirn und atmest stark durch die Nase aus, so dass das Wasser durch den so entstehenden Druck abfließt bzw. aus der Tauchermaske gedrückt wird. Da dieser Vorgang nicht ganz einfach ist, solltest Du das Verfahren idealerweise zunächst erst einmal an Land üben, bevor Du es im offenen Wasser ausprobierst.

 

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