Wasser aus Schnorchel ausblasen – Eine Anleitung

Der Schnorchel ist neben der Taucherbrille der wichtigste Bestandteil einer guten Schnorchelausrüstung. Das obere Ende des Schnorchelrohrs ragt beim Schnorcheln aus dem Wasser, sorgt so für eine ständige Frischluftzufuhr und ermöglicht es Dir, auf der Meeresoberfläche paddelnd weiter zu atmen, ohne dazu ständig den Kopf aus dem Wasser heben zu müssen. Auf diese Weise kannst Du Dich ganz entspannt auf der Wasseroberfläche treiben lassen und Dich voll und ganz auf das bunte Treiben am Meeresgrund konzentrieren. Ein mit Wasser vollgelaufener Schnorchel macht das Atmen unter Wasser unmöglich und ist damit beim Schnorcheln mehr als hinderlich.

Du besitzt noch keine Schnorchel oder könntest neue gebrauchen? In unserem Onlineshop findest Du Schnorchel und Schnorchelsets in Markenqualität und vielen verschiedenen Farbvariationen.

 

Hier findest Du unsere Schnorchelsets

 

Warum läuft ein Schnorchel mit Wasser voll?

Einfache Schnorchel ohne jegliche Ausstattung laufen leider sehr schnell mit Wasser voll. Dazu reicht schon eine einzelne höhere Welle, die von einem vorbeifahrenden Boot zu Dir herüberschwappt. Auch wenn Du lediglich ein wenig zu tief im Wasser liegst und das Schnorchelrohr damit nicht vollständig aus dem Wasser ragt, ist das Einlaufen von Wasser unvermeidlich.

Moderne Schnorchelmodelle wie Ventil- oder Trockenschnorchel sind hingegen mit einem Spritzwasserschutz oder einem speziellen Verschlusssystem ausgestattet, um zu vermeiden, dass beim Schnorcheln Wasser in den Schnorchel gelangt. Doch selbst der beste Schnorchel kann auch mal mit Wasser volllaufen.

Während Ventilschnorchel zwar einen Spritzwasserschutz besitzen, der verhindert, dass bei stärkerem Wellengang oder rauerer See Wasser in den Schnorchel gespült wird, stoßen sie an ihre Grenzen, wenn es ums kurze Abtauchen geht. Trockenschnorchel hingegen verfügen über ein ausgereiftes Verschlusssystem, das nicht nur vor Spritzwasser schützt, sondern dafür sorgt, dass sich der Schnorchel auch beim Abtauchen komplett verschließt und kein Wasser einlaufen kann. Aber auch hier können eine falsche Handhabung oder Materialfehler bzw. Materialverschleiß die Funktion durchaus beeinträchtigen.

Daher solltest Du unabhängig von Deinem Schnorchelmodell unbedingt die richtige Ausblastechnik beherrschen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.

 

Einen Schnorchel richtig ausblasen – So funktioniert`s

Läuft der Schnorchel mit Wasser voll, ist das im ersten Moment ärgerlich, jedoch noch lange kein Grund, Deinen Schnorchelausflug zu unterbrechen. Denn die richtige Ausblastechnik macht es unnötig, aufzutauchen und das Wasser manuell aus dem Schnorchel zu entfernen. Stattdessen kannst du störendes Wasser im Handumdrehen aus dem Schnorchel ausblasen und Dich dabei weiterhin ganz auf Korallenlandschaften, kunterbunte Fische und andere Meeresbewohner konzentrieren. Ein Ausblasventil ist hilfreich, jedoch kein unbedingtes Muss. Das Ausblasen gelingt mit ein wenig Übung auch beim Schnorcheln mit Schnorcheln ohne entsprechende Ausstattung problemlos.

 

Einfache Ausblastechnik

Voraussetzung für die einfache Ausblastechnik ist, dass Du genügend Restluft in Reserve hast, um das im Schnorchel angesammelte Wasser mit einem schnellen, kräftigen Luftstoß aus dem Schnorchel ausblasen zu können. Auch im Schnorchel selbst sollte sich noch ein wenig Restluft befinden. Ist zu viel Wasser im Schnorchel, ist es nämlich schwierig, für den zum Ausblasen notwendigen Luftstoß tief einzuatmen. Gehe beim Auspusten wie folgt vor:

  1. Stelle sicher, dass sich das obere Ende des Schnorchelrohrs über Wasser befindet.
  2. Lege Deinen Kopf leicht in den Nacken. Der Schnorchel befindet sich so in einer Position, in der das Wasser leichter austreten kann, was das Ausblasen erleichtert. Außerdem läuft ein Teil des in den Schnorchel gelaufenen Wassers dabei bereits von selbst heraus.
  3. Blase nun kurz und kräftig in das Mundstück des Schnorchels. Das restliche Wasser wird durch den plötzlichen Luftstoß durch das Ausblasventil herausgepresst oder im Falle eines einfachen Schnorchels fontänenartig oben aus dem Schnorchel katapultiert.

Achtung: Dein Schnorchel sollte zwar nach dem Ausblasen vom störenden Wasser befreit sein, so dass Du wieder ungehindert atmen kannst, allerdings kann durchaus auch ein kleiner Rest Wasser im Schnorchel zurückbleiben. Daher solltest Du bei den ersten Atemzügen nach dem Ausblasen vorsichtig einatmen, um im Fall der Fälle kein Wasser einzuatmen. Befindet sich weiterhin zu viel Wasser in Deinem Schnorchel, wiederhole das Ausblas-Procedere.

 

Erweiterte Ausblastechnik für Schnorchel-Profis

Ist Dein Schnorchel mit Wasser vollgelaufen, Du verfügst aber nicht über ausreichend Restatemluft, bleibt Dir alternativ zum Auftauchen und Ablassen des Wassers lediglich die Möglichkeit, überschüssiges Wasser unter Deine Zunge zu leiten und damit ein wenig Luft im Schnorchel zu schaffen. Diese erweiterte Ausblastechnik funktioniert folgendermaßen:

  1. Hebe Deine Zunge und versuche, einen Teil des Wassers aus dem Schnorchel unter diese umzuleiten.
  2. Versuche, das Wasser mit Deiner Zunge so abzuschirmen, dass das Wasser unter die Zunge läuft und die Luft aus dem Schnorchel direkt in Deine Lunge gelangen kann.
  3. Leite das Wasser unter Deiner Zunge zurück in den Schnorchel und blase diesen dann mit der gerade eingeatmeten Luft aus, indem Du kurz und kräftig in den Schnorchel ausatmest und das darin verbliebene Wasser damit aus dem Schnorchel herauspresst.

 

Wichtiger Hinweis

Grundsätzlich ist es hilfreich, mit dem eigenen Schnorchel vertraut zu sein und die richtige Atemtechnik zu beherrschen, um nach dem Auftauchen noch genügend Luft zur Verfügung zu haben und den beim Abtauchen vollgelaufenen Schnorchel frei blasen zu können. Die richtige Ausblastechnik ist jedoch in jedem Fall wichtiges Grundwissen für jeden Schnorchler.

Egal ob einfache oder erweiterte Ausblastechnik, es gilt: Übung macht den Meister – und die sind bekanntlich noch nie vom Himmel gefallen. Während sich die einfache Ausblastechnik relativ schnell erlernen lässt, bedarf die erweiterte Technik noch ein wenig mehr Übung, denn das Umleiten des Wassers unter die Zunge ist nicht wirklich einfach und birgt gerade für Ungeübte und beim Schnorcheln auf unruhiger Wasseroberfläche die Gefahr des Verschluckens.

Daher empfiehlt es sich, beide Techniken zunächst im Rahmen kleiner Trockenübungen auszuprobieren. Dazu eignen sich der Strand, flache Gewässer in Ufernähe oder auch der Hotelpool bestens.

 

Übung: Schnorchel ausblasen in 5 Schritten

Das Ausblasen des Schnorchels übst Du so am effektivsten:

  1. Stelle Dich bis zur Hüfte ins Wasser.
  2. Setze Taucherbrille und Schnorchel auf.
  3. Atme durch den Schnorchel ein und tauche nun mit Kopf und Schnorchel komplett unter, damit dieser mit Wasser vollläuft. Handelt es sich um einen Trockenschnorchel kannst Du den Schnorchel alternativ auch manuell mit Wasser füllen.
  4. Tauche auf und lege dabei den Kopf leicht nach hinten.
  5. Blase dann das Wasser mit einem kräftigen Luftstoß aus dem Schnorchel.

Wiederhole diese Übung so lange bis Du Dich wirklich sicher fühlst und das Ausblasen quasi im Schlaf beherrschst.

Möchtest Du die erweiterte Ausblastechnik erlernen, ist es vor allem wichtig, das Umleiten des Wassers unter die Zunge zu üben. Das funktioniert zu Beginn auch mit einem Glas Leitungs- bzw. Trinkwasser. Lasse dazu etwas Wasser aus dem Glas in Deinen Mund fließen und versuche, dieses unter Deine Zunge zu leiten und dort so abzuschirmen, dass Du problemlos Luft holen kannst. Atme tief ein, leite das Wasser anschließend wieder zurück in den Mundraum und spucke es dann mit Druck aus. Übe diese Technik aber vor der Anwendung auf offenem Meer in jedem Fall auch ausführlich mit Taucherbrille und Schnorchel.

 

Hier findest Du unser Schwimmzubehör

 

Zum Shop für Schwimmprodukte - Schwimmzubehör online kaufen