Angst und Panik beim Schnorcheln vermeiden

Beim Schnorcheln prasselt eine Vielzahl unterschiedlicher Reize auf uns ein – das ungewohnte Equipment, eine veränderte Atmung, die Farbenpracht der Unterwasserwelt und die Begegnung mit Lebewesen, die uns bisher völlig fremd waren, um nur einige zu nennen. Das wiederum kann Stress und Ängste auslösen, da unser Gehirn ab und zu damit überfordert sein kann, solch vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten. Angst und Panik ist sind beim Schnorcheln jedoch kontraproduktiv und trüben nicht nur das Schnorchelvergnügen erheblich, sondern können auch durchaus für Dich gefährliche Situationen erzeugen. Daher gilt es, einige wichtige Verhaltensweisen für den Umgang mit solchen Ängsten, aus denen schnell Panik entstehen kann, zu berücksichtigen.

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Gründe für Angst & Panik beim Schnorcheln

Schnorcheln gehört zwar zu den wohl einfachsten Unterwassersportarten und kann dementsprechend leicht erlernt werden, dennoch solltest Du als Schnorchler einige wichtige Aspekte beachten, um Dich im Wasser keinem unnötigen Stress auszusetzen und damit Angst und Panik eine nährende Plattform zu bieten.

Die wohl häufigsten Gründe dafür, dass beim Schnorcheln Angst oder gar Panik entsteht, sind

  • die ungewohnte Atmung durch den Schnorchel.
  • die Angst, durch den Schnorchel nicht genügend Luft zu bekommen.
  • die Befürchtung, dass Wasser in den Schnorchel einläuft und die Atmung behindert.
  • die Angst, eingelaufenes Wasser nicht aus dem Schnorchel entfernen zu können.

Primär entsteht Angst oder gar Panik beim Schnorcheln vor allem durch das zunächst ungewohnte Atmen durch den Schnorchel. Das Gefühl, nur durch den Mund und durch ein Plastikrohr ein- und auszuatmen, ist neu und kann dementsprechend durchaus die Angst schüren, durch den Schnorchel nicht genügend Luft zu bekommen. Daher solltest Du Dich vorab mit Deiner Ausrüstung und insbesondere mit dem Schnorchel vertraut machen und bereits vor den ersten Schnorchelversuchen im Meer entsprechende Atemübungen mit dem Schnorchel an Land, in der Badewanne und im hüfthohen Wasser im Schwimmbad durchführen. Dabei solltest Du Dich zunächst vorrangig darauf konzentrieren, langsam, ruhig, gleichmäßig und tief durch den Schnorchel ein- und auszuatmen. Am besten lässt sich die Atmung durch den Schnorchel üben, wenn Du gleichzeitig auch Deine Tauchmaske aufsetzt, schließlich trägst Du diese als Teil Deines Equipments ja auch später beim Schnorcheln im Meer. Fühlst Du Dich einigermaßen sicher, was die Schnorchelatmung angeht, stehen als nächstes Übungen im Hallenbad, am Badesee oder in Ufernähe auf dem Programm. Lege Taucherbrille und Schnorchel an, tauche mit dem Kopf unter Wasser und fokussiere Dich wieder auf einen regelmäßigen Atemrhythmus.

Tipp: Zu schnelles oder zu flaches Ein- und Ausatmen hat häufig zur Folge, dass nicht alle verbrauchte Luft aus dem Schnorchel entweicht oder zu viel Kohlendioxid ausgeatmet wird. Das wiederum führt dazu, dass Du das Gefühl hast, nicht genug Luft zu bekommen bzw. lässt ein Ungleichgewicht der Blutgase entstehen, wodurch sich Deine Muskeln verkrampfen und es zu Kreislaufproblemen kommen kann. Das soll Dich an dieser Stelle keineswegs verunsichern oder beunruhigen, sondern Dir lediglich bewusst machen, wie wichtig es ist, durchgängig gleichmäßig, ruhig und tief durch den Schnorchel ein- und auszuatmen.

Auch ein mit Wasser vollgelaufener Schnorchel kann beim Schnorcheln schnell zu Panik führen, schließlich versorgt Dich der Schnorchel beim Dahinpaddeln auf der Wasseroberfläche mit Frischluft und ermöglicht es Dir, zu atmen. Läuft Wasser in den Schnorchel ein, ist das Atmen nicht mehr uneingeschränkt möglich, was durchaus zu Angst und Panik führen kann. Daher ist es von Vorteil, die Technik des Schnorchelausblasens, eine der grundlegenden Schnorcheltechniken, zu beherrschen. Trainieren kannst Du das Ausblasen des Schnorchels, indem Du zunächst trocken übst, schnell und kräftig bzw. stoßweise auszuatmen. Der heftige Luftstoß drückt das Wasser aus dem Schnorchel heraus und macht so das ungehinderte Atmen wieder möglich. Beachte jedoch, dass Du zum Ausblasen des Schnorchels ausreichend Restluft benötigst. Daher solltest Du beim Abtauchen und unter Wasser niemals Deine gesamten Luftvorrate vollständig verbrauchen, sondern immer ein wenig Luft in Reserve halten.

Ein Trockenschnorchel, der dank seines speziellen Verschlusssystems das Eindringen von Spritzwasser und das Volllaufen des Schnorchels beim Abtauchen verhindert, ist gerade für Schnorchel-Neulinge eine gute Wahl, da er das Ausblasen grundsätzlich nicht notwendig macht und damit zusätzlich dazu beiträgt, dass Panik gar nicht erst entsteht. Ein Trockenschnorchel sollte Dich jedoch keineswegs davon abhalten, die Technik des Ausblasens des Schnorchels zu erlernen, sondern Dir lediglich zu Beginn ein etwas größeres Sicherheitsgefühl geben. Da durch bestimmte Umstände jedoch selbst der beste Schnorchel einmal mit Wasser volllaufen kann, kommst Du auch mit einem Trockenschnorchel nicht um das Erlernen wichtiger Schnorcheltechniken umhin.

Beherrschst Du die Technik des Schnorchelausblasens, kann weder hoher Wellengang, noch ein mit Wasser vollgelaufener Schnorchel Dein Schnorchelvergnügen trüben. Mit dem Wissen, dass Du im Fall der Fälle in der Lage bist, den Schnorchel vom störenden Wasser zu befreien, kannst Du Dich ganz beruhigt und ohne Angst auf der Wasseroberfläche treiben lassen und Dich voll und ganz auf das Treiben am Meeresgrund konzentrieren. Denke zudem immer daran, dass gerade beim Schnorcheln der Weg zur Wasseroberfläche nicht weit und das Auftauchen somit jederzeit möglich ist. Tauche im Zweifel lieber einmal mehr auf, auch wenn Du damit Deinen Schnorchelausflug kurzzeitig unterbrechen musst, atme mit dem Kopf über Wasser ein paar Mal kräftig durch und tauche anschließend wieder ab, anstatt Dich von Angst und Panik vereinnahmen zu lassen und Deinen Schnorchelgang damit womöglich letztendlich komplett abbrechen zu müssen.

 

Angst beim Schnorcheln – So vermeidest Du Panik

Kannst Du nicht absolut sicher schwimmen, sollte eine Schwimmweste Teil Deines Equipments sein. Eine solche Weste ist nicht nur für Kinder und Nichtschwimmer empfehlenswert, sondern verleiht Dir generell ein Gefühl von Sicherheit, was wiederum dazu führt, dass weniger Stresshormone produziert werden und Du in Notsituationen wie beispielsweise bei plötzlich auftretenden Muskelkrämpfen entsprechend reagieren kannst und keine Panik bekommst.

Ein weiterer Stressfaktor, dem Du leicht entgegenwirken kannst, ist Müdigkeit bzw. Übermüdung. Fehlt Dir durch zu wenig Schlaf die Kraft für gleichmäßige Schwimmbewegungen und wird das Zurücklegen der Strecke vom Schnorchelrevier zum sicheren Ufer zur Zerreißprobe, ist Panik beinahe vorprogrammiert. Aber auch hektische Schwimmbewegungen, starke Strömung und das Überschätzen Deiner eigenen Kräfte können schnell zu Ermüdungserscheinungen führen. Achte daher darauf, stets fließende und vor allem nicht hektische Schwimmbewegungen durchzuführen. Verschränke Deine Arme beim Schnorcheln oder lege diese seitlich stromlinienförmig am Körper an, um möglichst wenig Wasserwiderstand zu erzeugen und Dich entsprechend kraftschonend fortzubewegen.

Neben kunterbunten Fischen und anderen harmlos erscheinenden Meerestieren, kann Dir beim Schnorcheln durchaus auch der eine oder andere Meeresbewohner begegnen, der Dir gefährlich werden könnte. Versuche in einem solchen Fall, Ruhe zu bewahren. Selbst Tiere, die als angriffslustig gelten und Dir schaden könnten, sind grundsätzlich eher friedlich solange Du sie nicht provozierst und sie damit entsprechend herausforderst, weil sie sich bedroht fühlen. Vermeide es zudem, Pflanzen und vor allem Lebewesen zu berühren und diese damit im schlimmsten Fall gegen Dich aufzubringen. Bist Du erst einmal mit den Verhaltensweisen der Tiere vertraut, sind solche Begegnungen zwar weiterhin respekt-, aber nicht mehr unbedingt angsteinflößend.

Flossen sorgen nicht nur dafür, dass Du Dich deutlich schneller fortbewegen kannst, sondern vermitteln auch ein Gefühl von Sicherheit, da das Ufer oder das Boot im Fall der Fälle schneller erreichbar sind. Zudem beugt die Nutzung der Schwimmhilfen gerade bei starken Strömung Übermüdung vor.

Ein wenig Angst oder vielmehr eine ordentliche Portion Respekt sind beim Schnorcheln vor allem zu Beginn, also wenn Du gerade erst mit dem Schnorcheln beginnst oder begonnen hast, durchaus keine Seltenheit. Je sicherer Du Dir jedoch beim Schnorchel wirst, je besser Du die grundlegenden und nach und nach auch die erweiterten Schnorcheltechniken beherrscht und je mehr Erfahrung Du unter Wasser sammelst, desto routinierter wirst Du Dich beim Schnorcheln durchs Wasser bewegen. Damit wird das Schnorcheln zur spaßigen Routine, bei der selbst in ungewohnten Situationen garantiert keine Angst oder Panik mehr aufkommt. Ein gewisses Maß an Respekt solltest Du Dir dabei jedoch stets erhalten.

 

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