Welcher Yogastil passt zu mir?

Den entsprechenden Yogastil zu wählen ist ein sehr individueller Prozess. Bedürfnisse und Vorlieben ändern sich mit den Jahren genauso wie die körperliche Verfassung und die Lebensumstände. Bei Yoga ist das aber kein Problem. Die Vielfalt an Yogastilen ermöglicht Dir, den für Dich passenden Stil auszuwählen oder gar mehrere praktizieren zu können. Gerade Anfänger, die sich für die Ausübung von Yoga entschieden haben, stellen sich zuerst die Frage welcher Yoga Stil für sie in Frage kommen könnte. Da die Vielfalt der Yogastile oft verwirrend scheint, möchten wir Dir heute die verschiedenen Yoga-Richtungen näherbringen. So kannst Du leichter entscheiden welche Yogaart etwas für Dich sein könnte.

 

Die verschiedenen Yogaarten im Überblick

Aufgrund der ständigen Entwicklungen im Yoga entwickeln sich stetig neue Varianten des Yogas. Da diese Vielfalt oft Fragen aufwirft, vereinfachen wir die Sache und gehen im Folgenden nur auf die wichtigsten Yogastile ein. (Anusara, Ashtanga, Hatha, Iyengar, Jivamukti, Kundalini, Power Yoga und Sivananda.)

  • Anusara beschäftigt sich mit der richtigen Ausübung der Haltungen (Asanas). Dieser Yoga Stil ist sehr lebensbejahend und betont die eigene Intuition und das Herz.
  • Ashtanga und Vinyasa Yoga beschreiben Yogastile, die sich mit Kondition beschäftigen.
  • Hatha Yoga ist besonders gut geeignet für Einsteiger, die Yoga von Grund auf richtig lernen wollen.
  • Iyengar Yoga eignet sich gut für Yogaschüler, die ihren Körper ganz genau kennenlernen möchten oder Verletzungen haben.
  • Bei Jivamuki Yoga geht es spirituell zu. Hier wird nicht nur euer Körper, sondern auch euer Geist gefordert. Das Training wird dabei oft mit Musik unterstützt.
  • Kundalini Yoga eignet sich gut für Menschen, die mehr Wert auf Durchhaltevermögen statt Dynamik setzen und sich für Spiritualität und die Kunst des richtigen Atmens interessieren.
  • Power Yoga ist für alle, die Kondition, Muskeln und Kraft aufbauen wollen und dabei ins Schwitzen kommen möchten.
  • Sivananda Yoga beschäftigt sich mit der meditativen Seite des Yogas.

Weitere Yogaarten: Acro Yoga, Anti Gravity, Aerial Yoga, Bikram Yoga, Forrest Yoga, Kriya Yoga, Kriva Yoga, Tri Yoga/Flow Yoga, Yin Yoga.

 

Hatha - Der richtige Yogastil für Anfänger

Grundsätzlich beruhen alle Stile auf der alten Yoga-Tradition, aber Deine Neugierde kannst Du wohl am ehesten in der Kategorie des Hatha Yoga stillen. Hatha Yoga ist der Überbegriff für alle Yogastile, die ihren Fokus auf die Asanas legen. In Abgrenzungen an die modernen Yogastile, wird sich beim Hatha Yoga an die traditionellen Aspekte gehalten. So enthält eine Hatha Yoga-Stunde neben meditativen Elementen und Atemübungen auch Tiefenentspannungsübungen.

Gerade für Anfänger und Neueinsteiger kommen die Yogastile in Frage, die sich nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Geist befassen. So sind die Unterarten des Hatha Yoga für jeden Einsteiger eine gute Möglichkeit, sich zu orientieren.

Anmerkung: Auch wer sich für ungelenkig und nicht ausdauernd hält, Rücken- oder Gelenksschmerzen hat, kann Yoga ausüben.

 

Weniger Om - Yoga als Workout

Wer sich nicht mit den Hintergründen des Yogas beschäftigen möchte, sondern Yoga als reines Workout betrachtet, der findet sich in einem der zahlreichen Fitnessstudios im Power Yoga oder Bikram Yoga wieder. Beim Bikram Yoga kommst Du nämlich ins Schwitzen. Dieser Stil ist besonders geeignet für Yogaschüler, die gerne bei Hitze Sport machen. Für Bikram-Yoga wird ein stabiler Kreislauf benötigt, da die Übungen bei einer Raumtemperatur von 40 Grad Celsius stattfinden. Auch der Yogastil Iyengar ist nichts für Untrainierte. Die Ausführung erfolgt kraftorientiert und langsam mit Hilfsmitteln wie Yoga Blöcke, Yogagurte und Bänken.

Diese Yogaarten gehören zu den wenigen, die sich nur am Rande mit Spiritualität beschäftigen.

 

Die spirituelle Dimension des Yoga – Jivamuki, Kundalini, Sivananda

Bei Jivamuki Yoga geht es spirituell zu. Hier wird nicht nur Dein Körper, sondern auch Dein Geist gefordert. Das Training wird dabei oft mit Musik unterstützt.

Im Kundalini-Yoga werden Lehren zum Karma und zur Wiedergeburt vermittelt. Ethik und Enthaltsamkeit sind im Sivananda-Yoga von Bedeutung, das auf einer klassischen indischen Tradition beruht und keinen westlichen Bedürfnissen angepasst wurde. Dabei ist der Lotussitz stets Pflicht.

 

Ashanta Yoga zum Kraftaufbau – Bei Männern beliebt

Wer beim Yoga körperlich gefordert werden möchte, der kann auf den Yogastil Ashanta zurückgreifen. Hier werden vor allem Kraft und Beweglichkeit vorausgesetzt. Diese Herausforderung erklärt möglicherweise, warum diese Art von Yoga bei Männern beliebt ist.

Für Frauen gibt es übrigens zusätzlich Yogastile wie beispielsweise Hormon- oder Luna Yoga. Hier wird im speziellen auf frauenspezifische Herausforderungen eingegangen, wie zum Beispiel Menstruationsbeschwerden oder hormonelle Probleme.

 

Unser Tipp

Wenn Du eher zu einem schnellen Lebensstil tendierst und andere Sportarten ausübst, wäre ein gemächlicher, entschleunigender Yogastil ein guter Ausgleich für Dich. Oder bist Du ein Mensch, der sich wenig beweget und dadurch gegen das Gefühl von Trägheit und Müdigkeit angehen möchte? Dann wäre ein dynamischer Yogastil eher etwas für Dich.

Wir halten fest, dass egal für welchen Yogastil Du Dich entscheidest, Du zu aller erst am besten mit einer kleinen Einführung in die Yogakunst beginnen solltest. Lasse Dich vor Deinem ersten Mal am besten in einem Yogastudio beraten und besuche eine Probestunde.

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